Aikido Kinder Camp in Bronnen am 3. und 4. Juli

Aus der Musberger Gruppe sind drei der Kinder/ Jugendlichen am 3./ 4./ Juli mit ISI in Bronnen angereist. Den Dreien hat das Camp sehr gut gefallen, es war aber auch sehr gut organisiert. Es hat an nichts gefehlt. Ein großes Lob an den Ausrichter!!

Unser Nachwuchs aus Musberg schildert nun seine ganz persönlichen Eindrücke und Erlebnisse dieses Wochenendes.

Beitrag Vincent, 16 Jahre: Das Aikido Camp fand dieses Jahr in Bronnen statt. Viele Jugendliche (43) aus versch. Vereinen waren auf der Matte, mit denen man gut trainieren konnte. Das Training war aufgrund der großen Hitze sehr anstrengend, aber auch sehr interessant. Selbst der heftige Regen in der Nacht über dem Zelt konnte die gute Stimmung auch am Sonntag nicht trüben.

Beitrag Sebastian, 20 Jahre: Am 3. und 4. Juli war das Aikido Camp in Bronnen. Bevor die erste Trainingseinheit losging, gab es erst mal ein kräftiges Mittagessen. Danach begann das zweistündige Training, in der die Fallrollen, sowie versch. Wurf- und Bodentechniken geübt wurden. Nach diesem Training konnte man das Fußballspiel anschauen oder ins Freibad gehen. Um 18:00 Uhr fing die 2. Einheit an, in der die Techniken aus der ersten Stunde weiter verfeinert und erweitert wurden. Anschließend gab es Abendessen und ein gemütliches Lagerfeuer. Geschlafen wurde in großen Zelten. Wecken war um 7:00 Uhr, dann Frühstück und bereits um 9:00 Uhr gings zur letzten Trainingseinheit in die Halle. Anschließend wurden die Matten gemeinsam abgebaut und vor der Heimreise gab es noch eine kleine Stärkung.

Beitrag Marc, 12 Jahre: Ich fand das Camp gut, vor allem das Training, das war am besten. Was mir nicht so gut gefallen hat, dass nur wenige Teilnehmer ihre Schlappen angezogen hatten zum Hinein und Herauslaufen, darum waren auch die Matten nicht sehr sauber. Das Essen schmeckte ziemlich gut und es war mal etwas anderes.


Großer Bundeslehrgang mit Björn Ralph

Für uns Musberger war dieses Wochenende ein ganz besonderes. Wir hatten landesweit zum Lehrgang mit Meister Björn Rahlf, 5. Dan Aikido, eingeladen. Vielleicht wissen es nicht alle, Björn ist der offizielle Nachfolger von Rolf Brand. Da war es schon ein Muß, ihn einzuladen und allen im Süden ansässigen Aikidoka damit vorzustellen. An beiden Tagen trainierten 80 Aikidoka in der Festhalle, die mal wieder komplett mit Matten ausgelegt war. Mit beeindruckenden Vorführungen, die im Stand oder auf den Knien, mit dem Stab (Jo) oder ohne diesen für alle Teilnehmer vom 5. Kyu bis 5. Dan gezeigt wurden und dann das anschließende Training, ist es sicherlich für alle eine weitere sehr positive Erfahrung auf dem Wege der Aikido Kampfkunst gewesen. Einige unserer Aikidoka möchten ihre persönlichen Eindrücke schildern.

Der erste Beitrag von Fikret:

In Musberg war zu Gast ein Mann, der im Aikido etwas kann,

Björn Rahlf, so heißt der große Meister, das Publikum war sehr begeistert.

Aikidoka waren zahlreich da, und viele Träume wurden wahr.

Er kam von Norden sehr weit her, und zeigte uns, es ist nicht schwer,

sich mit Techniken anzufreunden, dann hat man diese Kampfkunst gern.

Viele Meister waren auch dabei, für sie war das nicht einerlei.

Es wurden Techniken gezeigt, von Abwehrkunst und weit verzweigt.

Mit Shiho- Nage sah man dann, was ein Aikido Meister kann.

Aikido ist als Kampfkunst zu sehen, wer sie erlernt, soll zu ihr stehen.

Denn Künste werden immer leben, man muß nur etwas von sich geben.

So wird es gelehrt in vielen Nationen, und weitergereicht in Generationen.

Als letzte Anmerkung bleibt mir noch, ein Meister kann sterben, Aikido bleibt doch!

Ralf sieht das so:

Und wieder ist ein gelungenes Wochenende zu Ende gegangen. Es war faszinierend, aber auch schwierig, manche Übungen, die unser Lehrmeister Björn vorzeigte, mit dem Partner umzusetzen. Doch es heißt ja nicht zu Unrecht: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Nach dem Samstagstraining war der Tag noch nicht zu Ende. Unsere Gäste und einige von uns gingen anschließend in die Vereinsgaststätte, um sich zu stärken und lustige, aber auch sehr interessante Gespräche zu führen. Das Sonntagstraining war für manchen Aikidoka kein Zuckerschlecken. Nach ca. 2 Std. intensivem Training hieß es dann für alle Abschied nehmen. Für mich war dies ein sehr interessantes, hilfreiches und lehrreiches Wochenende. Ich hoffe sehr, daß wir bald wieder die Möglichkeit haben, Meister Björn einzuladen, um erneut einen Lehrgang mit ihm auszurichten.

Idun meint:

Was der Lehrgang mir persönlich gegeben hat? Einen MORDS Muskelkater. Nur mit Hilfe beider Arme war ich im Stande, mich die Treppen hoch zu hieven. Warum nur wohnen wir nicht auf einer Ebene?! Dabei habe ich während den Trainingsstunden nicht bemerkt, daß es besonders anstrengend war. Voll ausgetrickst, würde da mein fünfjähriger Sohn sagen. Was noch? Ich habe dort zum ersten Mal mit einem Meister üben dürfen. Konnte mir nicht verkneifen, das eine oder andere Mal einen Siegestanz aufzuführen, wenn der Schwarzgurt außer Balance geriet und auf den Boden purzelte. Je länger ich diesen komischen Sport mache, je mehr kann ich ihn weiterempfehlen.

Kai schreibt:

Bei den Vorführungen legte Björn sehr viel Wert auf die absichtslose Durchführung, d.h. daß auf den Einsatz von Kraft verzichtet wird. Vor diesem Hintergrund ist es unerlässlich, daß die Durchführung bereits mit dem Ausweichen vorbereitet wird und daß die Körperstellungen richtig und tief eingenommen werden. Nur so ist es möglich, die Gleichgewichtsbrechung herbeizuführen.

Dietmar sagt: Hallo, liebe Aikidoka, wir konnten je 10 Meister und je 30 Schülergrade an beiden Tagen begrüßen. Geleitet wurde der Lehrgang von Björn, dem Bundestrainer der AUD. Für viele war dies das erste Training mit dem Meister. In lockerer Atmosphäre durften wir das Training bei ihm geniessen. Für alle Aikidoka wurde das gleiche gezeigt und so konnten auch die Anfänger mal an den großen Techniken schnuppern.

Jemand meint es ernst:

Mein erster Lehrgang war schön, spannend, anstrengend und lehrreich, so daß ich mir vorgenommen habe, nun regelmäßig Lehrgänge zu besuchen.

Das erste Landes-Kyu-Training mit Dan-Vorbereitung bei uns ins Musberg

Am Samstag, dem 23. Januar begrüßten wir Musberger den von weiter her angereisten Meister Konrad Hugger, 4. Dan Aikido, und 28 Aikidoka aus den näheren Vereinen. Konrad ist 1. Vorsitzender der AUBW (Landesverband) und ein vielfach eingesetzter Lehrer. Aikido betreibt er sicher zwischen 30 und 40 Jahren. Nach der Begrüßung gings auch gleich los mit Gymnastik und Sabaki mit dem Stab, (Jo) für die unteren Gürtelgrade sicherlich recht schwierig. Aber so ist das eben, auf Lehrgängen werden oft ungewohnte oder auch noch nicht dem Gürtelgrad entsprechende Techniken oder Übungen vorgezeigt. Häufig ist dann kurz der eine oder andere ein wenig frustriert, wenn es nicht so läuft. Aber, da muß Mann oder Frau durch! Diese Erfahrung ist unbewußt sehr positiv und es stärkt ungemein das Durchhaltevermögen. Der gleichseitige Fassangriff an Handgelenk und am oberem Arm mit entsprechendem Ausweichen und Umlenken, wenn der Uke an diesem dranhängt, erfordert eine stabile, aufrechte Haltung. Mit dieser sind weiche, runde, harmonische und trotz der Verteidigung elegante Bewegungen gut durchzuführen, die so typisch für das Aikido sind. Mit dem Stab zeigte Konrad dann die gleiche Ausweichbewegung, die bei der Enge bei so vielen Übenden ziemliche Rücksicht erforderte. Und flugs waren die 2 Stunden zu Ende. Nach dem anstrengenden Training ging es mit den Gästen ins Vereinsheim zu Krämers. Schüler ab 2. Kyu (Blaugurt) betraten am Sonntag die Matte, wieder andere Gesichter, 18 an der Zahl und irgendeiner wünschte sich Messertechniken. Wir übten mit einem stumpfen Holzmesser. Allein die Waffe, auch wenn nur ein Holzmesser ist, ist eine weitaus größere Distanz zum Angreifer äußerst wichtig. Im Ernstfall ist diese lebensrettend. Viele, viele Übungseinheiten ergeben Sicherheit beim Führen des Angriffes mit dem Messer und das Verhebeln auf dem Boden mit anschließender Entwaffnung. Auch diese Einheit war leider schnell zu Ende. Konrad bedankte sich für das fleißige Üben. Mit einem Geschenk bedankte sich ISI bei Konrad, der beide Einheiten übernommen hatte. Mit Kaffee, Kuchen, Torte, Brezeln und Käsegebackenem verabschiedeten wir uns. Ein GROSSER DANK an die Helfer, die mir immer zur Seite stehen und auf die ich mich verlassen kann. Auch das gehört zum Aikido. ISI Morgenstern